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Lebensqualität

Die 3 schärfsten „Waffen“ Deiner Selbstzerstörung

12. Juli 2017, Author: ariadmin

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Hier beschreibe ich aus meinem eigenen Erfahren die 3 garantiert wirksamsten Werkzeuge Deiner Selbstzerstörung – und wie Du sie gezielt in effektive Helfer verwandeln kannst.

Die Rede ist von ANGST, SCHAM und SELBSTVERURTEILUNG!

Stell Dir vor Du nimmst die Post aus dem Briefkasten und Dir fällt auf einem schönen weißen Kuvert auf, dass der Brief an Dich persönlich gerichtet ist und die Adresse von Hand geschrieben wurde. Noch bevor Du überhaupt einen bewussten Gedanken wahrnehmen kannst, spürst Du eine angenehme Erregung in Dir. Und selbst wenn Du die Absenderdaten nicht sofort zuordnen kannst, wirst Du das Kuvert mit einer freudigen Erwartung öffnen……

Halte einen Moment inne und erinnere Dich mit geschlossenen Augen an den letzten persönlich per Handschrift adressierten und geschriebenen Brief, den Du erhalten hast….Weißt Du noch von wem?….Und wann hast Du selbst zuletzt einen Brief oder eine Grußkarte per Hand geschrieben und verschickt?……Atme die Gedanken und die Gefühle des Augenblicks tief und sanft in Dich hinein…und spüre alles, was da ist.

Und jetzt stell Dir vor – oder besser noch: Erinnere Dich! – wie Du zum Beispiel kurz nach Monats- (oder Jahres-)beginn die befürchtete Post vom Zahnarzt – mit der zweiten Mahnung wegen der überfälligen Rechnung – und den Standartbrief von Deiner Bank – mit der Mitteilung, dass einige Überweisungen mangels Deckung leider nicht ausgeführt werden konnten –   im Briefkasten vorgefunden hast!

Spüre auch hier noch einmal mutig hinein in Deinen Körper, der allein bei der Erinnerung oder Vorstellung unmittelbar die Reaktion, den Reflex aus Deinem Geist, in deutliche Empfindungen umsetzt: Druck in der Brust, Entgleisung der Gesichtszüge, Bauchgrimmen und Gedanken-Chaos scheinen dabei unvermeidlich zu sein, je nach aktueller Situation gesellt sich auch noch kalter Schweiß dazu.

Und dann bist Du froh, wenn Du Dich einfach hinsetzen kannst und niemand in der Nähe ist, der etwas von Dir wissen will.  Du fühlst in Dir abwechselnd Leere und Chaos, Angst und Wut, und mitunter ganz viele Stimmen, die Bilder in Deinem Kopf erzeugen……

Rate mal, wenn es Dir gefällt, woher ich diese Szenarien so gut kenne, dass ich sie hier so lebendig beschreiben kann!  Und dann „bastele“ Dir gerne Dein eigenes Beispiel, das Du ganz bestimmt finden wirst, denn Du liest diesen Beitrag ja nicht einfach so aus Zufall, Langeweile oder weil Du meinen Schreibstil so gerne magst.

Was passiert da nun eigentlich in uns, wenn wir in eine derartige Situation geraten?  Dabei ist es übrigens ziemlich egal, ob die Post unerwartet kommt oder ob wir bereits darauf warten.

  1. Als erstes tritt unmittelbar und ohne jeden bewussten Denkvorgang die ANGST in unserem Inneren auf und sorgt für deutlich spürbare körperliche Reaktionen.

Die wichtigste Reaktion scheint mir dabei das unmittelbare Blockieren des Verstandes zu sein. Der pure Überlebensmodus wird aktiviert, wie wir es damals vermutlich erlernt haben, als wir noch „auf den Bäumen und mit den Gefahren der Natur lebten“.  Das bedeutet eingeschränktes Denk- und Beurteilungsvermögen, stark verringerte Wahrnehmung von neuen Informationen, und kann zu Panik und völliger Verwirrtheit führen, je weiter wir uns in diese Energie hineinziehen lassen.
Die leichtesten Reaktionen sind bei der Angst immer: Automatisches, häufig irrationales, Handeln (Kampf gegen ?); Nicht-Wahrhaben-Wollen; Aufgeben; Ablenken; der Versuch, der Situation zu entkommen (Flucht).

  1. Die zweite Reaktion, die ich bei mir selbst immer wieder gut feststellen kann, ist SCHAM

Lange wollte ich dies überhaupt nicht wahrhaben, aber es ist eine erlernte Emotion, die zum Ausdruck bringt, dass ich so etwas wie Versagen, Nicht-Gut-Genug-Sein, Bloßstellung und Demütigung empfinde.
Ja, ich bin nicht in der Lage, die Bedingungen zu erfüllen, die ich mir selbst auferlegt habe, oder die Normen, an denen ich glaube erfüllen zu müssen.
Der Umgang mit Scham, Demütigung und Bloßstellung sind für mich persönlich eine sehr große Herausforderung, deren Bewältigung ein Teil meines bisherigen Seelenplanes war.
Und wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, gewinne ich den Eindruck, dass viele andere Menschen mit einer ähnlichen Seelenwunde in dieses Leben gekommen sind!

  1. Die „logische“ Folge, das heißt: Die ganz „normale“ Reaktion unseres Denksystems (Geist, Verstand, Ego) auf dieses Ereignis ist die Empfehlung zur SELBSTVERURTEILUNG – oder zu dem Versuch, einen anderen Schuldigen zu finden, den ich verantwortlich machen und verurteilen kann.

Die Idee der Selbstverurteilung ist naheliegend, wenn wir uns erinnern, was wir seit der Kindheit von anderen Menschen über uns und unsere Qualitäten oder Mängel so alles gehört, gespürt und erfahren haben. Die wenigsten von uns sehen und erleben sich als unendlich liebenswerte, schöne und schöpferische Wesen, die in jedem Augenblick des menschlichen Lebens genau so sind, wie sie sein müssen, damit das Leben sich so entwickelt wie es gedacht ist.

Wie kannst Du diese 3 Werkzeuge ANGST, SCHAM und SELBSTVERURTEILUNG nun als Deine idealen Helfer auf dem Weg durch das Leben erkennen, die sie in Wahrheit sind?

Indem Du Dir wieder einmal in aller Stille klar und bewusst wirst, dass alles, was Dir geschieht und was Du erlebst, genau zum richtigen Zeitpunkt und in genau der richtigen Art und Weise in Dein Leben tritt. Und alles geschieht zu Deinem Besten für Deine persönliche Entwicklung  und zum Fortschritt des Lebens an sich.
Sei bereit, alles dankbar so anzunehmen wie es kommt – einschließlich Deiner Angst, Scham und Verurteilung oder jeglicher anderer Reaktion darauf!

Die Angst zeigt Dir:  Hier geht´s lang! Nimm die Angst an und gehe den eingeschlagenen Weg entschlossen weiter. Dabei wird sich die Angst als bloßer Bluff, als Hirnfurz (Originalton T.Harv Eker), erweisen

Dein Schamgefühl zeigt Dir, dass Du Deine bisherigen Gedanken und Urteile über Dich selbst ablegen und neu finden darfst, weil sie auf der völlig unerheblichen Meinung anderer Menschen über Dich beruhen.

Und Deine selbstverurteilenden Gedanken: „Wie konnte ich nur…?“  und „Warum habe ich…?“ erinnern Dich an das Spiegel- und Schöpfungsprinzip, also daran, dass Du irgendwann in diesem Leben durch Deine eigenen Gedanken selbst die Ursache für das Erlebnis gesetzt hast, das Dir soeben widerfahren ist – und das Du verständlicherweise am liebsten sofort von Dir weisen möchtest.

Und um was geht es dabei wirklich?   Es geht dabei um nichts mehr und nichts weniger als um den Sinn Deines Lebens überhaupt, nämlich in jedem Augenblick zu entscheiden, zu verkünden, zu verwirklichen und zu erfahren, welche wunderbaren Aspekte der unendlichen Schöpfung Du zum Ausdruck bringen willst.
Das, was weh tut dabei, ist die Unvermeidbarkeit, dass Du all das Schöne und Grandiose, die Leichtigkeit, die Freiheit, den Frieden und die Fülle erst dadurch zum Glänzen bringst, dass Du hier in diesem Universum und auf dem Spielplatz Erde als Mensch zunächst das Gegenteil von dem erzeugst und erfahren darfst, was Dein wahres Sein ausmacht.

comments (1)

  • Lieber Michael, da hast du ein sehr gutes Beispiel gewählt. Interessant finde ich ja, das wir uns so oft dem "Negativen" viel mehr glauben schenken, obwohl wir genau so gut einen positiven Gedanken denken könnten (würden wir es dann tatsächlich bemerken). Obwohl die tatsächliche Erfahrung ganz anders ist, also viele unserer Ängste sind ja gar nicht eingetroffen. Die "negativen" Dinge, die tatsächlich eingetroffen sind, überraschen uns völlig, das hätten wir gar nicht planen können. Wie, als wenn unser Verstand glauben würde: "Pass auf, die Gefahren lauern überall, sogar im Briefkasten!" :)

    Martina

    24. Juli 2017 Reply